Hochwasserschutz

Für den Hochwasserschutz ist nicht entscheidend, ob die Klaustore alt oder neu sind, sondern dass sie rechtzeitig geöffnet werden. Jedes Tor der Seeklause kann bereits jetzt automatisch per Knopfdruck geöffnet werden.

 

Nur durch den Vorabsenkungsbetrieb kann ein wirkungsvoller Hochwasserschutz für Hallstatt gewährleistet werden. Den Beweis dafür brachten die starken Regenfälle im Jänner 2015 als der Hallstättersee innerhalb von 2 Tagen um 81,6 cm angestiegen ist. Das Glück für die Seeanrainer war, dass der See wie jedes Jahr bereits zuvor abgeklaust worden war.

Interessant ist aber auch das Absinken des Seespiegels ab dem 13. Jänner 2015, als die Zuflussmengen abnahmen, und der Seespiegel wieder seinen Normalstand erreicht hatte. Innerhalb von 3 Tagen sank der Seespiegel bei vollständiger Öffnung der Seeklause um über 33cm.

 

Diese 33cm sind aber bei einem Hochwasser entscheidend: Es geht darum, ob das Wasser schon im Haus steht oder gerade noch nicht.

 

Ein kostenintensiver Umbau der Seeklause ist für den Hochwasserschutz nicht notwendig. Durch die Änderung der Wehrbetriebsordnung auf Vorabsenkungsbetrieb kann sofort die Hochwassergefahr deutlich reduziert werden. Dazu muss in die Wehrbetriebsordnung nur ein Satz eingefügt werden, ein Satz der schon in der Klausordnung von 1883 stand: „Sobald der Eintritt eines Hochwassers vorauszusehen ist und der Seespiegel den Maximalstand zu überschreiten droht, ist zur Öffnung der Klause zu schreiten“.

 

Der entscheidende Vorteil des Vorabsenkungsbetriebs ist darin gegeben, dass das überschüssige Wasser bereits vor dem Hochwasserereignis über mehrere Tage verteilt allmählich abfließen kann, ohne dabei die Unterlieger zu gefährden.

 

Wir werden weiterhin versuchen die Entscheidungsträger von den Vorteilen des Vorabsenkungsbetriebs zu überzeugen.

 

Detailierte Informationen zum Thema Hochwasserschutz finden Sie hier.