Lösungen für das Busproblem in Hallstatt

Als Lösung des Problems schlagen wir erneut vor, die Busgebühr auf wenigstens €150 zu erhöhen. Damit hätten sich alleine 2017 Einnahmen in der Höhe von 2,4 Millionen Euro erzielen lassen. Mit diesem Geld wäre es möglich ein professionelles Verkehrsleitsystem, ein modernes Buchungssystem sowie eine wirkungsvolle örtliche Sicherheitspolizei zu finanzieren. Die Stadt Salzburg hat ein Voranmeldesystem für Busse eingerichtet das vom ersten Tag an gut funktioniert. Fernsehbericht ansehen...

Wir haben bereits mit den Salzburger Kontakt aufgenommen - Hallstatt könnte dieses System übernehmen!

Mittlerweile zieht nun der gesamte Gemeinderat wieder an einem gemeinsamen Strang: Im Jänner 2018 startet der Prozess für ein Verkehrskonzept für unseren Ort. Unterstützt von Verkehrsexperten werden wir unter Einbeziehung der Bevölkerung ein Verkehrskonzept ausarbeiten.

Das Ziel der BfH ist es die Anzahl der Busse auf die Werte von 2014 zurückzuführen, wo die Belastung der Bevölkerung mit 8.000 Bussen gerade noch erträglich war. Ein modernes  Voranmeldesystem für Busse, das ähnlich wie bei Fluglinien den Preis von der Nachfrage abhängig macht, würde dennoch für ausreichende Einnahmen sorgen.

 

"In Venedig kostet die Tagesgebühr 240 Euro, in Florenz 360 Euro, Service für die Fahrer gibt es dort aber nicht."

 

Busparktarife erhöhen

In der Gemeinderatssitzung vom 17. 12. 2015 wurde vom BfH folgender Zusatzantrag eingebracht:

 

Der Gemeinderat möge beschließen

Die PEB GmbH, welche zu 100% im Eigentum der Marktgemeinde Hallstatt steht, wird angewiesen, ab dem 1 .1. 2016 die Parkgebühr für Busse einheitlich auf € 50.- pro Einfahrt in das Busterminal festzulegen und einzuheben.

 

Begründung

Legt man die vorgeschlagenen durchschnittlichen Parkgebühren für PKWs auf durchschnittlich drei Insassen um, ergibt sich eine Parkgebühr von etwa 1 - 2 Euro pro Person. Für Insassen von Autobussen sollte nach dem Prinzip des Gleichheitsgrundsatzes ein ähnlicher pro-Kopf-Tarif gelten, so dass Parkgebühren von 50 bis 100 € pro Bus gerechtfertigt sind. Ganz bewusst setzt dieser Zusatzantrag vorerst einmal am unteren Ende der Skala an, um nicht einen zu großen Preissprung auszulösen. In den nächsten Jahren sollte aber der Tarif für Busse laufend erhöht werden, sodass es zu keiner Quersubvention des Massentourismus zu Lasten des Individualtourismus mehr kommt. Die differenzierten Parkgebühren für PKWs und Autobusse können als Steuerungsinstrument zur Verlagerung des Massentourismus zum Individualtourismus und damit zum Qualitätstourismus eingesetzt werden.

 

Dieser Antrag der BfH wurde mit der Stimmenmehrheit der SPÖ und ÖVP Fraktionen abgelehnt.

 

Qualitätstourismus statt Massentourismus

2013 wurde im Rahmen des CHER-Plans eine Fragebogenaktion durchgeführt, in der auch die Meinung der Hallstätterinnen und Hallstätter zu den Busparkgebühren abgefragt wurde. Bei der öffentlichen Präsentation der Ergebnisse im KKH wurde dieses Thema aber erst auf gezieltes Nachfragen behandelt. 148 Bürgerinnen und Bürger haben zu diesem Thema ihre Meinung abgegeben.

Gewichtet man die Tarifvorschläge nach der Stärke der einzelnen Gruppen, wünschen sich die Hallstätterinnen und Hallstätter eine Parkgebühr von knapp unter € 100.- pro Bus. Wir übernehmen diesen Vorschlag und schlagen vor, die Busparkgebühr 2014 auf € 50.- und ab Saisonbeginn 2015 auf € 100.- pro Bus zu erhöhen.

 

Immer mehr Gäste kommen in Hallstatt mit der Bahn an. Die Haltestelle Hallstatt verzeichnet nach Gmunden und Bad Ischl die meisten Aus- und Einstiege der Salzkammergut-Strecke. Das ist in vielerlei Hinsicht eine positive Entwicklung:

Wenn öffentliche Verkehrsmittel stark genutzt werden, ist der Betrieb langfristig sichergestellt.

• Bahnreisende müssen auf das Linienschiff umsteigen. So wird deren Hallstattbesuch entschleunigt, ihre Verweildauer erhöht und das örtliche Schifffahrtsunternehmen kann erfolgreich arbeiten.

• Die Bahn verursacht kaum Lärm und stößt keine Abgase aus. Die Züge halten nur kurz an und stehen nicht in der Gegend herum.

• Für uns Hallstätter könnten in Zukunft öffentliche Verkehrsmittel vielleicht sogar im Halbstundentakt angeboten werden.

 

Wir unterstützen diese Form des Tourismus, weil dadurch Wertschöpfung nach Hallstatt kommt und Strukturen unterstützt werden, die auch der Wohnbevölkerung dienen.

 

Es kommen aber auch immer mehr Touristen mit Autobussen an. Mit 14.000 Bussen pro Jahr ist die Schmerzgrenze bereits überschritten. Das ist in vielerlei Hinsicht eine negative Entwicklung:

• Vom Busterminal drängen die Touristenmassen ins nahe Zentrum, die Verweildauer ist sehr kurz. Den Profit lukrieren auswärtige Busunternehmer, die sogar Speisen und Getränke dabeihaben.

• Der Lärmpegel der Busse, die mit laufendem Motor parken, ist unüberhörbar und der Abgasausstoß enorm. Das Seeufer ist mit Bussen vollgestellt.

• Die Reisebusse bringen keine Verbesserung der lokalen Infrastruktur.

 

Wir lehnen diese Form des Tourismus ab, weil dadurch wenig Wertschöpfung nach Hallstatt kommt und Strukturen unterstützt werden, welche die Wohnbevölkerung belasten.

 

Diese Entwicklungen lassen sich aber durch die Höhe der Bus-Parkgebühren steuern.

 

Uns ist bewusst, dass der Massen-Tourismus durch erhöhte Parkgebühren nicht aufgehalten werden kann, aber durch die Erhöhung der Busparkgebühren sollen wenigstens die Bürger unser Heimatort und schlussendlich auch unsere Urlaubsgäste profitieren.

 

Es erscheint uns sehr wichtig, die daraus zu erwachsenden Mehreinnahmen öffentlich, transparent und nachvollziehbar ausschließlich für Maßnahmen zu verwenden, die der Wohnbevölkerung dienen.

Besonders zielführend erscheinen uns Maßnahmen, die den Bevölkerungsschwund in Hallstatt stoppen und Anreize für junge Familien schaffen, sich dauerhaft hier niederzulassen.

Die Mehreinnahmen können aber auch zur qualitätsvollen Sanierung unsere Steinmauern Wege, Stiegen, und Fußwege eingesetzt werden.

 

Uns ist es wichtig, auf sachliche Art und Weise in unaufgeregter Atmosphäre eine Verbesserung der Lebensqualität in Hallstatt zu erreichen. Deshalb haben wir als ersten Schritt das Gespräch mit dem Bürgermeister gesucht. Er hat uns zugesichert, so schnell wie möglich unsere Vorschläge den zuständigen Gremien der Gemeinde vorzustellen.

 

Ihre Meinung zu diesem Thema ist uns wichtig! Schicken Sie uns eine email an bfhallstatt@gmx.at